Projekte


Pop against H8?

Pop against H8 ist ein Projekt des Roma Centers. Dem Rechtsruck in unserer Gesellschaft begegnen wird mit den Mitteln der Populärkultur. Die Radikalisierung der Mitte findet nicht nur auf der politischen Bühne statt. Der digitale Stammtisch in „sozialen“ Medien, Blogs, Foren und Kommentarspalten von Zeitungen lässt unverhohlen seine Menschenfeindlichkeit von der Kette. Menschenverachtende Äußerungen werden mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung verteidigt.

Roma bieten dabei eine besonders populäre Angriffsfläche für Rassist_innen und andere autoritäre Charaktere. Bilder von Klischees werden reproduziert, um das eigene Weltbild zu bestätigen und seinen Hass auf gesellschaftlich Schwächere auszuleben.

Pop against H8 setzt dem positive Bilder entgegen. Bilder, die keine Klischees bedienen, sondern Mut und Stärke zeigen. Dazu gehören Comic-Figuren ebenso wie Musik und Videoclips.

Zum Projekt



Mutants United Against The Nazification of Pop Culture.

Roma-Tag beim Festival SoliPolis in Hamburg

Während des SoliPolis-Festivals in Hamburg haben wir einen Medien-Workshop unter dem Motto

Pop against Hate gehalten.

Mutants United Against The Nazification of Pop Culture.

Zusammen mit dem spanischen Roma-Aktivisten Vicente Rodriguez haben wir mit den Teilnehmenden erarbeitet, wie der Faschismus in Comics verhandelt wird. Besonders wichtig ist dabei, dass in ihren Ursprüngen viele Comic-Figuren Kämpfer_innen gegen den Faschismus waren, Comics also Teil einer antifaschistischen Popkultur waren. Dies hat sich in der Nachkriegszeit sukzessive gewandelt, wie an der Figur des Captain America gezeigt wurde.

Heute sind Medien wichtiger denn je, und Figuren wie Pepe the Frog, die eigentlich unpolitisch waren, werden von Rechten genutzt, um Hass zu verbreiten. In Zeiten des Rechtsrucks in Europa und den USA müssen wir Comics daher wieder für eine bessere Welt und eine gerechtere Politik nutzen. Wie das gelingen kann, wurde in unserem Workshop erarbeitet. Fortgeführt wurde dies bei der Parade von we‘ll come united am 29. September in Hamburg, wo wir zusammen mit den Roma-Mutanten und -Superheldinnen angetreten sind, die Welt ein bisschen besser zu machen: united against racism.

Auch der Hip Hop-Musiker Kastro ist beim Roma-Tag und bei we‘ll come united aufgetreten, und hat sein neues Album Kastro Against White Supremacy vorgestellt. Der serbische Rom textet gegen Hass, Diskriminierung und Unterdrückung und nutzt seine Musik für politisches Engagement, für Menschenrechte, für Empowerment.




30.000 Menschen aus der gesamten Bundesrepublik und darüber hinaus zu einer großen Parade der Solidarität: we‘ll come united.

Romani Truck from Latveria bei we’ll come united

Wir kamen gemeinsam nach Hamburg…

… für gleich Rechte für Alle, für Bleiberecht und gegen Faschismus. Am 29. September trafen sich in der schönen Hafenstadt Hamburg ca. 30.000 Menschen aus der gesamten Bundesrepublik und darüber hinaus zu einer großen Parade der Solidarität: we‘ll come united. Die Parade bestand aus mehr als 40 Wagen verschiedener Gruppen.

Das Roma Antidiscrimination Network, das Roma Solidarity Bündnis und alle bleiben haben zusammen einen Wagen gestaltet. Auf unserem Romani Truck from Latveria gab es Redebeiträge und Musik.Inclusion4Real,Gipsy Mafia trat auf, Kastro stellte sein neues Album vor -Kastro Against White Supremacy- und Musiker aus Tschechien trugen traditionelle Klänge vor. Viele weitere Bands traten auf.

Josef Miker, tschechischer Roma-Aktivist, redete über das Erstarken der rechtsextremen Szene in Tschechien und über das ehemalige Konzentrationslager für Roma in Lety, auf dem eine Schweinemastanlage bestand. In vielen weiteren Beiträgen ging es um die brennenden Themen Abschiebung und Rassismus.

Die Parade begann am Rathausplatz, die Trucks zogen durch die Stadt zum Hafen, wo die Wagen ihr Programm fortführten.

Nicht nur die Straßen eigneten sich für Protest, auch auf dem Wasser wurde demonstriert.

Beim Abschlusskonzert spielte auch Kastro und präsentierte Stücke aus seinem neuen Album Kastro against white Supremacy.

Die Banner unseres Trucks sind inzwischen nach Prag weitergezogen, wo sie am 20. Oktober beim Roma Pride zu sehen sein werden.

 

Bis zur nächsten Parade! Roma bleiben – alle bleiben!

 

Zum Projekt

 

 

 



roma against h8

Workshop bei Projekttagen Demokratie in Essen

Workshop bei Projekttagen Demokratie in Essen

Bei den Projekttagen Demokratie bieten verschiedene Vereine und Organisationen Workshops zu Rassismus, Rechtsextremismus und Menschenrechten für Schüler_innen an. Auch das Roma Center hat in diesem Jahr wieder mit den teilnehmenden Jugendlichen zu Rassismus gegen Roma gearbeitet.

Wir nutzen dafür die Medien der Populärkultur: Video und Musik. Mit einem Videoclip, in dem eine von Abschiebung bedrohte in Deutschland geborene Schülerin über ihre Situation erzählt, führen wir in das Thema ein. Die Teilnehmenden reagieren oft mit Empörung und verstehen intuitiv, welche Folgen eine Abschiebung für eine Schülerin haben wird.

Dieser Punkt wird mit einem Song von Gipsy Mafia vertieft. Die Roma-Künstler wurden selbst abgeschoben und beschreiben Formen von Diskriminierung in Deutschland und den sogenannten sicheren Herkunftsländern. Während der Projekttage haben wir mit den Jugendlichen einen Clip gedreht, mit dem sie ein Statement gegen Rassismus und Diskriminierung zu setzen.